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| Die Pflanzung: |
| Am Anfang steht die Auswahl einer geeigneten Fläche. Verschiedene Wurzelkrankheiten führen oft zu einer Wachstumsstörung die oft mit Nährstoffmangel verwechselt wird. Aus diesem Grund sollten Erdbeeren nicht nach Kartoffeln gepflanzt werden. Phytophthora oder Knollenfäule, die oft an Kartoffeln auftritt überträgt sich auf Erdbeeren. Auch sollten nicht mehrmals Erdbeeren hintereinander auf die gleiche Fläche gepflanzt werden. Eine "frische" Fläche ist die beste Voraussetzung für eine erfolgreiche Erdbeerkultur. Einige Bilder zu diesem weit verbreiteten Problem weiter unten. |
| Nach der Ernte bilden die Erbeerpflanzen verstärkt Ranken, an denen sich Ableger entwickeln. Diese Ableger, sogenannte "Grünpflanzen" sind dann im Juli/August soweit bewurzelt, dass sie abgetrennt und wieder gepflanzt werden können. Da aber der der Hochsommer keine ideale Pflanzzeit ist, mit hohen Temperaturen und oft Trockenheit, ist bei den Grünpflanzen eine ausreichende Bewässerung notwendig. Einfacher ist es eine Erdbeerkultur mit Topf- oder Frigopflanzen zu beginnen. Frigopflanzen sind im Vorjahr geerntete Ableger, die ohne Blätter in Kisten verpackt bei minus 2 Grad im Kühlhaus bis zum Pflanztermin gelagert werden. Da bei diesen Pflanzen die Blattmasse fehlt, wachsen sie bei geringer Feuchtigkeit im Sommer besser an. Pflanzen mit Topfballen werden im Vermehrungsbetrieb meistens als Frigopflanzen eingetopft und können mit Ballen auch noch zu einem späteren Zeitpunkt gut gepflanzt werden. |
In der Bildmitte sind schon junge Ableger zu erkennen, die sich bei stark wachsenden Sorten schon vor der Ernte, wie hier schon während der Blüte bilden. |
Bei Frigopflanzen ist eine Besonderheit zu beachten. Die Lagerung im Kühlhaus bei minus 2 Grad wirkt auf die Pflanzen wie eine Winterruhe. Nach der Pflanzung entwickeln die Pflanzen sich besonders schnell, vergleichbar mit der natürlichen Entwicklung im Frühjahr. So blühen die Pflanzen nach 4 Wochen. Bei gut entwickelten Pflanzen können die Blüten an den Pflanzen verbleiben, so daß noch einige Früchte geerntet werden können. Bei schwachen Pflanzen sollten die Blüten abgeschnitten werden. Wichtig ist, keine Früchte an den Pflanzen verfaulen lassen, da der im Herbst auftretende Botrytis-Pilz eine Infektion im Frühjahr verursacht. Frigo-Pflanzen werden in verschiedenen Qualitätsklassen angeboten. Die Qualität A+ ist eine besonders starke Frigopflanzen Qualität. Die Blüten, die nach 3 bis 4 Wochen erscheinen, sollten nicht abgeschnitten werden. Diese Pflanzen sind so kräftig, das nach ca. 8 Wochen die ersten Früchte geerntet werden können. In der Regel ist der Behang im Herbst noch so gut, daß sich eine leichte Strohunterlage zum Schutz der Früchte lohnt. Nach der Ernte sollten überständige Früchte (siehe oben) und abgeerntete Fruchtstiele zusammen mit den Ausläufern abgeschnitten werden. |
Ein lockerer feinkrümeliger Boden ist erste Voraussetzung für eine gute Erdbeerkultur. |
Gleichgültig für welche Pflanzen man sich entscheidet. für eine gute Kultur sollten folgende Hinweise beachtet werden: Eine Grunddüngung vor dem Pflanzen mit gut verrottetem Mist, Kompost oder Hornspänen, sollte schon einige Wochen vor dem Pflanzen durchgeführt werden. Die Wurzeln der Erbeerpflanzen verbrennen in frisch gedüngtem Boden sehr leicht. Noch besser ist, auf eine Vorratsdüngung ganz zu verzichten. Erdbeeren sind bei der Nahrstoffversorgung sehr anspruchslos, wichtiger ist eine ausreichende Wasserversorgung. (Mehr im Abschnitt "Düngung") Pflanzen vor dem Pflanzen gründlich wässern. Pflanzabstand mindestens 30 cm in der Reihe. Reihenabstand 80 100 cm. Die richtige Pflanztiefe ist wichtig. Das obere Ende der Pflanzenherze sollte mit dem Boden abschließen. Die Pflanzen müssen gut angedrückt werden. Nach dem Pflanzen ausreichend wässern. |
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| Die Pflege im Herbst: |
| Wichtig ist eine regelmäßige flache Bodenbearbeitung. So hält man Unkraut zurück, sorgt für eine gute Durchlüftung des Bodens und verhindert übermäßige Verdunstung aus tieferen Bodenschichten. Nachwachsende Ranken sollten entfernt werden. In Trockenperioden sollte ausreichend gewässert werden. Am besten direkt an den Wurzelballen. Feuchtigkeit auf dem Blättern, besonders am Abend, fördert Pilzkrankheiten. Bei mehrjährigen Erdbeerpflanzen sollte nach der Ernte das Laub abgeschnitten werden. Dabei ist darauf zu achten, dass das Herz der Pflanzen nicht beschädigt wird. Man sollte also nicht zu tief abschneiden. Ein besonders Problem im Herbst, stellt der Erdbeermehltau dar. Starke Temperaturschwankungen fördern seine Verbreitung. Der Erdbeermehltau ist an dunklen Flecken auf der Blattoberseite zu erkennen. Bei starkem Befall bildet sich weißer Belag. Im Frühjahr können bei starkem Befall auch Früchte befallen werden. Mit einem biologischen Präparat aus dem Handel ist eine vorbeugende Behandlung möglich. sind bereits Blätter befallen, lohnt sich ein Abschneiden der kranken Blätter. Die noch gesunden Pflanzenteile werden so besser durchlüftet. Ein lockerer Pflanzenbestand ist die beste Vorbeugung gegen Mehltau. Zu erwähnen ist, dass nicht alle Sorten gleich anfällig gegen Mehltau sind. Bei der Sortenwahl sollte man auf wenig anfällige Sorten achten. |
| Die Düngung: |
Die in unserer Gärtnerei am häufigsten gestellte Frage zur Erdbeerkultur bezieht sich auf die Düngung. Allgemein gilt, Erdbeeren stellen keine hohen Ansprüche an die Nährstoffversorgung. Zumal die meisten Gartenböden über einen guten Nährstoffvorrat verfügen. Treten Probleme bei der Erdbeerekultur auf, sind verschiedene Erkrankungen häufiger die Ursache als eine zu geringe Nährstoffversorgung. (siehe oben "Wurzelkrankheiten"und Bilder dazu unten) Eine Grunddüngung vor dem Pflanzen mit gut verrottetem Mist, Kompost oder Hornspänen, sollte mindestens 3 Wochen vor dem Pflanzen durchgeführt werden. Die Wurzeln der Erdbeerpflanzen verbrennen in frisch gedüngtem Boden sehr leicht. In unserem Betrieb wird keine Grunddüngung vor dem Pflanzen durchgeführt. Zur Düngung verwendet man am Besten einen "Volldünger" biologisch oder mineralisch, der alle drei Grundnährstoffe, Stickstoff, Phosphor und Kali enthält. Die gesamte Düngermenge sollte auf 2/3 im Herbst und 1/3 im Frühjahr verteilt werden. |
| Pflege im Frühjahr: |
Die
Pflegearbeiten an den Erdbeeren, sollten bei guten Wetter, schon im
zeitigen Frühjahr beginnen. Sobald der Boden mit den ersten Sonnenstrahlen im Februar-März oberflächlich abgetrocknet ist, sollte eine flache Bodenbearbeitung durchgeführt werden. Dadurch werden Unkräuter frühzeitig gestört und der Boden wird nach der Winterruhe besser durchlüftet. Eine regelmäßige flache Bodenbearbeitung, zwischen, sowie in den Reihen ist im Frühjahr die wichtigste Pflegemaßnahme. In Trockenperioden, die manchmal schon im April eintreten können, sollte an eine ausreichende Bewässerung gedacht werden. Bei warmer Witterung können vereinzelt
Blattläuse auftreten. Eine Bekämpfung ist nur bei starken Befall ratsam
mit einem Bio-Mittel.
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| Ein größeres Problem stellt Botrytis oder Grauschimmel dar. Ein Pilz der die Pflanzen in der Blüte befällt und in der Ernte die Früchte faulen lässt. Die beste Vorbeugung bieten gesunde kräftige Pflanzen in gut durchlüfteten Böden. Zur Pflanzenstärkung kann eine Behandlung mit einem biologischen Mittel erfolgen. Auch die Verwendung eines Blattdüngers kann zur Stärkung der Wiederstandsfähigkiet beitragen. Falls biologische oder chemische Mittel zur direkten Bekämpfung des Grauschimmels eingesetzt werden, muss dies während der Blütezeit vorbeugend erfolgen. |
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Auf dem Bild rechts mit Bortytis befallene Früchte. Gut erkennbar die Ausbreitung auf noch gesunde Früchte. Aus diesem Grund sollten befallene Früchte sofort entfernt werden. Problem ebenfalls, im Herz der Pflanze sind noch alte trockene Blätter zu sehen. Diese tragen auch zur Ausbreitung von Botrytis bei. |
| Spätestens in der Blüte sollte der Boden
mit Stroh abgedeckt werden. So liegen die Früchte auf einer sauberen Unterlage,
sind bei Regen vor Verschmutzung geschützt und trockenen schneller ab.
Nebenbei ein guter Schutz gegen Grauschimmel-Befall. Wichtig in der Ernte ist ein sorgfältiges Durchpflücken. Neben den schönen reifen Früchten sollten auch laufend angefaulte und beschädigte Früchte entfernt werden, damit einer Ausbreitung von Fäulnis entgegengewirkt wird. |
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Erdbeerpflanzen mit Kümmerwuchs, verursacht durch einen der verschiedenen Bodenpilze. Der Grund ist zu seltener Flächenwechsel. Die Erkrankung tritt nur stellenweise auf. Im Hintergrund noch gesunde Pflanzen. |
Eine Wurzel- oder Rizomfäule kann auch erst während der Ernte auftreten. |
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Ein aufgeschnittenes Rizom (Wurzelhals) einer befallenen Erdbeerpflanze. Das Innere ist braun verfärbt. Diese Störung behindert die Versorgung der Pflanze mit Wasser und Nährstoffen. |